Gleichzeitig warf er China vor, seinen Einfluss auf Russland nicht für Frieden in der Ukraine zu nutzen. «Ich sehe nicht, dass China Druck auf Russland ausübt, um den Krieg zu beenden», bedauerte der Präsident. Peking habe einen sehr grossen Einfluss auf Russland und könne den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Verhandlungen bewegen. Selenskyj sei davon überzeugt, doch habe Peking das nicht getan. «Und wenn du es kannst, aber nicht machst, ist das eine Unterstützung oder nicht?», fragte der Staatschef. Er warf China dabei auch den Transfer von Technologie nach Russland vor.

Reise von Aussenminister Sybiha nach Peking geplant

Kiew hatte mehrfach versucht, die Kontakte zu China zu verbessern. Im Juli erhielt Aussenminister Andrij Sybiha nach einem Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi eine Einladung zu einem China-Besuch und lud diesen wiederum in die Ukraine ein. Bisher fand jedoch keine der Reisen statt.

Sowohl die Ukraine als auch Russland sind vor allem bei ihrer Drohnenproduktion auf die Lieferung von chinesischen Einzelteilen angewiesen. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine grossangelegte russische Invasion. Peking bezeichnet sich offiziell als neutral in dem Krieg und rief zu einer Friedenslösung auf./ast/DP/jha

(AWP)