Man habe alle zentralen Massnahmen umgesetzt, sagte SGS-CEO Géraldine Picaud im Interview mit AWP. Besonders bei der Marge sei man weit vorangekommen: Zwei Jahre vor Ablauf der Strategie seien bereits 130 der angestrebten 150 Basispunkte Verbesserung erreicht.
Auch das organische Wachstum liege mit 5 bis 7 Prozent konstant im Zielkorridor. Getrieben werde dies von strukturellen Megatrends wie Nachhaltigkeit und Digital Trust. «Megatrends definieren unser Wachstum», sagte Picaud. Beide Bereiche wüchsen zweistellig und prägten zunehmend das Dienstleistungsportfolio des Konzerns.
Zudem habe SGS die Cash-Generierung deutlich gesteigert und mit der Übernahme von Applied Technical Services (ATS) seine Präsenz in Nordamerika stark ausgebaut. Das Ziel, den Umsatz in der Region bis 2027 zu verdoppeln, sei bereits zu rund 83 Prozent erreicht.
Margenziel bewusst unverändert
Trotz der Nähe zum Margenziel bleibe die Guidance für 2026 unverändert. Die 16 Prozent operative Marge seien eine Untergrenze in ausgewiesenen Zahlen, betonte Picaud. Man wolle sich Flexibilität bewahren, um in Innovation und neue digitale Angebote zu investieren. Zudem sorge der starke Franken regelmässig für Gegenwind.
Geopolitische Spannungen sieht die Konzernchefin differenziert. Grosse Konflikte seien belastend, die Verlagerung von Lieferketten schaffe jedoch zusätzliche Nachfrage, da neue Anbieter zertifiziert werden müssten. Auch im Nachhaltigkeitsgeschäft gebe es keine Abschwächung - getrieben werde die Nachfrage zunehmend vom wachsenden Verbraucherbewusstsein.
(AWP)

