Die SIG-Papiere gewinnen um 09.30 Uhr bei sehr hohen Umsätzen 11,3 Prozent auf 15,30 Franken (Tageshoch 15,66) - dies notabene in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt.
SIG hat bei allen wichtigen Zahlen den Konsens geschlagen. Mehr noch: selbst die höchsten Analysten-Schätzungen im AWP-Konsens wurden übertroffen. Besonders eindrücklich war dies beim bereinigten Wachstum der Fall: Erwartet wurde im Schnitt ein Plus von gut 3 Prozent, tatsächlich geliefert wurde ein Wert von 6,5 Prozent.
Reihum ist denn auch von «starken Zahlen» die Rede. Insgesamt liefere SIG ein «solides Quartal» ab, das deutlich über den Erwartungen liege, heisst es etwa bei der ZKB.
Gut kommen auch die neuen Mittelfristziele an. Es sei nun davon auszugehen, dass viele Analysten bei ihren Schätzungen über die Bücher gehen müssen, heisst es in ersten Kommentaren. «SIG hat die hohen Erwartungen der Investoren erfüllt, insbesondere mit der überraschend hohen angepeilten Margenverbesserung», schreibt etwa Vontobel-Analyst Manuel Lang.
Manche Experten weisen aber darauf hin, dass der Plan sehr ambitioniert sei. So schrumpfe das Sorgenkind «Bag-in-Box&Standbeutel» nach wie vor und weise eine Marge weit unter dem Mittelfristziel aus. Es gebe also viel Luft nach oben.
Die ZKB nennt zudem das Impairment von 250 Millionen Euro für die Neuorganisation der Sparten einen Dämpfer. Allerdings begrüsse er die transparentere Berichterstattung, schreibt der zuständige Analyst.
Die SIG-Aktie hat im laufenden Jahr (Stand Vorabend) bereits um gut 20 Prozent zugelegt und notiert weit über den historischen Tiefständen von unter 10 Franken, die vor rund einem Jahr gesehen wurden. Die aktuell rund 15 Franken sind im langfristigen Vergleich aber noch immer ein tiefer Wert. Zum Vergleich: Beim IPO im Jahr 2018 mussten für eine SIG-Aktie knapp 12 Franken hingeblättert werden, später kostete sie zeitweise mehr als 28 Franken.
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(AWP)
