Hintergrund ist der weiterhin ausstehende Geschäftsbericht 2025, wie es in der Mitteilung vom Freitag heisst. Weil Leclanché diesen nicht regelkonform erstellt und veröffentlicht hat, ist der Handel mit den Namenaktien seit mehr als drei Monaten ausgesetzt.

Die Gründe für die Handelssuspendierung bestehen unverändert. SER hatte deshalb am 8. Oktober die Dekotierung sämtlicher kotierter Namenaktien beantragt.

Der Entscheid kann innert 20 Börsentagen bei der Beschwerdeinstanz angefochten werden. Der Aktienhandel bleibt vorerst suspendiert. Sollte die Dekotierung rechtskräftig werden, wird der Handel nach der entsprechenden Ankündigung nochmals für insgesamt drei Monate bis zum letzten Handelstag geöffnet.

Suche nach Finanzierung läuft weiter

Leclanché selbst betont in einer eigenen Mitteilung, dass das Unternehmen weiterhin nach kurzfristigen Finanzierungslösungen suche, um den laufenden Betrieb der Gruppe zu unterstützen. Es liefen aktive Gespräche mit Kunden, die bereit seien, zusätzliche Unterstützung zu leisten, sowie mit strategischen Partnern und potenziellen Investoren.

Zudem seien die Auftragsbücher weiterhin solide und hätten sich in den letzten Monaten weiter gefüllt, so der Batteriehersteller. Allerdings stehe das Unternehmen weiterhin vor «erheblichen kurzfristigen Herausforderungen in Bezug auf Finanzierung, Liquidität und Produktionskapazität», heisst es.

Leclanché wurde 1909 in Yverdon-les-Bains gegründet und entwickelt heute Energiespeicherlösungen auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 350 Mitarbeitende. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen.

ls/ra

(AWP)