Zwei Beschuldigte seien in der Slowakei festgenommen worden, ein dritter auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Deutschland, hiess es. Ihnen allen drohe eine Anklage wegen Gefährdung der Allgemeinheit. Diese Straftat begeht, wer eine Gefahr für Leib oder Leben einer grösseren Zahl von Menschen oder für fremdes Eigentum in grossem Ausmass herbeiführt.
Brandsätze und Pläne sichergestellt
Bei Razzien stellten die Ermittler demnach eine grössere Menge an Brandmischung, Werkzeuge, Mobiltelefone sowie einen handschriftlich ausgearbeiteten Plan sicher. Nach ersten Erkenntnissen habe es sich bei der Brandmasse um improvisiertes Napalm, einer Mischung aus Benzin und Verdickungsmittel, gehandelt.
Die Ermittlungen erfolgten durch die Sondereinheit für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität (UBOK) auf der Grundlage von Hinweisen des slowakischen Nachrichtendienstes SIS und des Militärgeheimdienstes.
«Falls es zu dem Angriff gekommen wäre, hätten ein umfangreicher Brand, eine Gefährdung von Leben und Gesundheit (der Arbeiter) sowie Sachschäden von grossem Umfang gedroht», teilten die Ermittler mit. In dem Werk seien rund 70 Personen beschäftigt. Der Wert der Produktionsanlage belaufe sich auf Dutzende Millionen Euro. Die drei Beschuldigten sollen im Auftrag von Dritten gehandelt haben. Nähere Angaben dazu machten die Behörden zunächst nicht./hei/DP/stw
(AWP)
