Der Inflationsdruck habe über das letzte Quartal leicht abgenommen, erklärte die SNB am Donnerstag in einem Communiqué. Die Unsicherheit bleibe aber hoch. Sie werde die Entwicklung genau beobachten und die Geldpolitik «wenn nötig» anpassen, um auch in der mittleren Frist Preisstabilität zu gewährleisten.

Die Möglichkeit einer weiteren geldpolitischen Straffung wird am Donnerstag in dem Communiqué nicht mehr explizit erwähnt. Die Nationalbank sei aber weiter bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu sein.

Im Juni 2022 hatte die SNB die Zinsschraube mit einem Schritt um einen halben Prozentpunkt erstmals seit fünfzehn Jahren wieder etwas angezogen, danach folgten bis im vergangenen Juni vier weitere Zinsschritte.

Seit der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB im September ist die Teuerung in der Schweiz erneut leicht gesunken. Sie lag zuletzt mit 1,4 Prozent wieder innerhalb des SNB-Zielbandes von 0 bis 2 Prozent.

Auch die US-Notenbank Fed hatte ihre Zinspause am Vorabend verlängert. Gleiches wird von der Europäischen Zentralbank erwartet, die am Nachmittag ihren Zinsentscheid kommunizieren wird.

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(AWP)