Der 59-Jährige politisiert seit 2023 in Bern und präsidiert seit 2024 die Kantonalpartei. Er ist damit der zweite Kandidat für die Nachfolge von Guy Parmelin.
Er ist als Rechtsanwalt in einer eigenen Kanzlei tätig. Im Nationalrat gehört Wyssmann unter anderem der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit an. Vor seiner Zeit in Bundesbern war er Mitglied des Solothurner Kantonsrats.
In seinem Wohnort Kriegstetten war er von 2016 bis 2023 Mitglied des Gemeinderats. Von 2017 bis 2023 politisierte er ausserdem als Kantonsrat. Er ist Vorstandsmitglied von Versicherte Schweiz und von Pro Schweiz. Wyssmann ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen.
In den vergangenen Jahren hat sich der 59-Jährige im Kanton Solothurn primär einen Namen gemacht, weil er verschiedene kantonale Abstimmungsvorlagen teilweise heftig bekämpft hat. Die Solothurner Staatskanzlei bezichtigte die Nein-Komitees im Abstimmungskampf im September 2025 und im Februar 2026 gar der Verbreitung von Falschinformationen. Beiden Komitees gehörte Wyssmann an.
Schon zahlreiche Absagen
Guy Parmelin hatte vor drei Wochen seinen Rücktritt aus dem Bundesrat per Ende Jahr bekanntgegeben. Für die Wahl der Nachfolge durch die Vereinigte Bundesversammlung am 9. Dezember kursieren zahlreiche Namen.
Bisher ist einzig die Kandidatur der Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz bekannt. Abgesagt haben unter anderem die St. Galler Ständerätin Esther Friedli, die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli oder der Thurgauer Nationalrat Pascal Schmid.
Die SVP beansprucht den freiwerdenden Sitz für sich. Nominiert fürs offizielle «Ticket» werden Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen eines offiziellen Wahlvorschlags am 20. November durch die SVP-Bundeshausfraktion.
Fraktionschef Thomas Aeschi gab gegenüber Radio SRF an, sich für ein Ticket mit mindestens zwei Namen einzusetzen. Die Waadtländer SVP plädiert dafür, dass Parmelins Sitz wieder an eine Person aus der Romandie geht. Andernfalls wäre die jurassische SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider ab Anfang des nächsten Jahres die einzige Westschweizer Vertretung in der Landesregierung.
(AWP)
