Die Initiative verlangt weiter, dass jährlich mindestens 500 Millionen Franken zusätzlich für die Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt zur Verfügung gestellt werden. Die Delegierten lancierten sie einstimmig.
Die SP kritisiert, dass es heute zu stark vom Wohnort abhängt, welche Unterstützung Betroffene erhalten und dass es bei der Bekämpfung von geschlechtsbezogener Gewalt kaum vorwärts geht. Dies, obwohl im Jahr 2025 in der Schweiz 27 Frauen getötet worden seien und im aktuellen Jahr bereits 18 Frauen.
Diese Femizide seien nur die Spitze des Eisbergs, sagte Tamara Funiciello, die Co-Präsidentin der SP Frauen. Dazu kämen Vergewaltigungen, Schläge, Herabwürdigungen und Diskriminierung.
Frauen in der Schweiz würden täglich Gewalt erleben, aber die Politik schaue zu. «Damit muss jetzt Schluss sein», forderte Funiciello. Der Schutz vor Gewalt koste etwas. «Schutz kostet Geld, aber Gewalt kostet Leben.»
Häusliche und geschlechtsbezogene Gewalt sei keine Privatsache, sagte Justizminister Beat Jans in seiner Rede. Der Schutz davor sei eine Aufgabe des Rechtsstaats und der Gesellschaft.
(AWP)
