Konkret schlägt Macron in dem Schreiben vor, Regelungen zur Kraftstoff-Qualität vorübergehend zu lockern. Das könnte sich etwa auf die Dichte und die Entschwefelung beziehen. Je nach Raffinerie könnten so potenziell 5 bis 20 Prozent mehr Treibstoff hergestellt werden. Die Kommission solle gemeinsam mit Autoherstellern prüfen, was kurzfristig umgesetzt werden könnte und keine Schäden für Fahrzeuge, Infrastruktur oder Sicherheitsbedenken mit sich brächte.

Biodiesel-Anteil erhöhen

Ausserdem bringt Macron ins Spiel, eine höhere Beimischung von Biodiesel zu erlauben. Vertreiber könnten Diesel mit zehn Prozent Biodieselanteil (B10) anstelle von B7 verwenden. So erhielte man mehr Spielraum in der Versorgung. Nach Rücksprache mit Autobauern könne ein Zeitlimit hierfür festgelegt werden, schreibt Macron.

Macron betont in seinem Schreiben, Akteure der Spritlogistik in Frankreich hätten zunehmend Schwierigkeiten, Lieferungen für die kommenden Wochen sicherzustellen. Mehrere EU-Staaten hätten zudem niedrige Gasspeicherstände. In Frankreich hatte es wegen der hohen Preise an der Zapfsäule einzelne Proteste gegeben. Die Regierung steht wegen des Themas unter Druck./rbo/DP/mis

(AWP)