Die SRG leitete nach der Entdeckung des Angriffs umgehend Gegenmassnahmen ein, wie die SRG am Montag mitteilte. Betroffene Zugänge seien deaktiviert und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt worden.

Nach aktuellem Kenntnisstand sei der Vorfall unter Kontrolle. Demnach sind sensible Informationen wie persönliche Passwörter, Finanz- oder Bankdaten nicht betroffen. Auch journalistische Quellen, Recherchedaten oder Kommunikationsinhalte seien nicht tangiert, hiess es.

Bei dem Datenabfluss wurden nach bisherigen Erkenntnissen Kontakt- und Organisationsdaten von rund 340 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden gestohlen. Die Daten stammten aus dem Jahr 2020. Es handle sich dabei um Namen, Funktionen sowie dienstliche und teilweise private Kontaktangaben.

Betroffen sind laut Mitteilung grösstenteils aktuelle und ehemalige Mitarbeitende der heutigen Angebotseinheit «Information» von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Andere Unternehmens- und Regionaleinheiten der SRG sind gemäss den Angaben nicht tangiert.

Die SRG informierte die betroffenen Personen direkt über den Vorfall. Das Unternehmen untersucht den Angriff nun mit internen und externen Fachleuten, um die Ursachen aufzuklären. Die SRG habe die zuständigen Behörden informiert und Anzeige erstattet.

Der SRG liegen nach eigenen Angaben derzeit keine Hinweise darauf vor, dass die entwendeten Daten veröffentlicht oder missbräuchlich verwendet wurden.

(AWP)