Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) habe der SRG die wieder beantragen entsprechende Funkkonzession erteilt, die nun nach Ablauf der Beschwerdefrist rechtskräftig sei, teilte die SRG am Montag mit. Mit den ersten wieder in Betrieb genommenen Sende-Standorten könnten rund 80 Prozent der Bevölkerung wieder mit UKW versorgt werden.
Die durch die Wiederinbetriebnahme von UKW entstehenden zusätzlichen Kosten müssen mit dem laufenden, vom Bundesrat verordneten Sparprogramm vereinbart werden und belaufen sich aktuell auf jährlich rund 6,5 Millionen Franken. Eine Vollabdeckung kostete in der Vergangenheit rund 15 Millionen Franken pro Jahr, so die SRG.
Mit der UKW-Reaktivierung soll das Publikum mehr Zeit erhalten, um auf die bereits heute weit verbreiteten digitalen Empfangsmöglichkeiten umzusteigen. Für alle Hörerinnen und Hörer, die in den letzten Jahren auf einen digitalen Empfangsweg umgestiegen sind, ändert sich nichts.
UKW-Abschaltung gekippt
Die Verbreitung via UKW ist seit 2020 nicht mehr obligatorisch. Die SRG hatte im Januar die Verbreitung ihrer Sendungen über UKW eingestellt. Die Radiosender verloren nach dem kompletten Wechsel auf DAB+ im ersten Halbjahr 2025 sechs Prozent Marktanteil.
Hintergrund der Kehrtwende ist ein politischer Entscheid: Eigentlich war geplant gewesen, den UKW-Rundfunk per Ende 2026 einzustellen. Danach sollten alle Radioprogramme über die DAB+-Technologie verbreitet werden. Das Parlament verlangte jedoch im vergangenen Dezember mit einer Motion, UKW noch länger anzubieten.
Grund war die Befürchtung, dass die Hörerschaft von noch über UKW sendenden Privatradios zu ausländischen Programmen wechseln könnte, statt sich DAB-fähige Geräte anzuschaffen. Die SRG kündigte nach dem Parlamentsentscheid an, wieder auf UKW zu senden.
mk/
(AWP)
