Steinmeier sprach das gewachsene Ungleichgewicht in den bilateralen Handelsbeziehungen direkt an. Chinas Handelsbilanzüberschuss gegenüber Deutschland betrug im vergangenen Jahr fast 90 Milliarden Euro.

Der Bundespräsident betonte: «Wir kommen in der Absicht, die Rahmenbedingungen für den guten wirtschaftlichen Austausch zwischen unseren beiden Ländern zu erhalten und zu stärken. Und wir kommen in der Absicht, Ihnen zu signalisieren, dass da, wo es Probleme gibt, wir sie im Dialog gemeinsam mit Ihnen zu lösen versuchen.»

Steinmeier sagte, China bleibe als grösster Handelspartner für Deutschland wichtig. Er würdigte ausdrücklich das «atemberaubende Tempo» des Landes in seiner technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Li nannte Steinmeier einen «altbekannten und guten Freund» Chinas. Der 67-Jährige empfing seinen drei Jahre älteren Gast, den er seit langem kennt, scherzhaft mit den Worten: «Sie sehen ja weiterhin jung aus.» Steinmeiers ebenfalls scherzhafte Antwort lautete: «Das täuscht.»/sk/DP/zb

(AWP)