Vor Zinsen und Steuern sowie Sonderposten kam im Quartal nur ein operativer Gewinn von 256 Millionen Euro zustande - wenn auch fast dreimal so viel wie im schwachen Vorjahreszeitraum. Aus dem Industriegeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - flossen zudem in den drei Monaten rund 4 Milliarden Euro freie Finanzmittel ab (Free Cashflow).

Stellantis hat vor allem wegen der strategischen Abkehr von seinem früheren Elektrokurs in den Vereinigten Staaten zu leiden. Wegbrechende Kaufanreize sowie geänderte Rahmenbedingungen machten dem Unternehmen wie auch anderen Autobauern mit Wurzeln in den USA einen Strich durch die Rechnung bei Elektroantrieben. Das Umsteuern war teuer, so schrieb auch Stellantis viele Milliarden auf Technik und Modelle ab und muss viel Geld in das Zulieferersystem stecken.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz des Konzerns mit italienischen, französischen und amerikanischen Wurzeln (unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler) um ein Prozent auf 37,6 Milliarden Euro. Wie bereits bekannt waren die Verkäufe um ein Prozent auf knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge gesunken.

Das Management um Chef Antonio Filosa bestätigte die Jahresprognose eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer bereinigten operativen Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Nächstes Jahr soll dann auch wieder ein positiver Zufluss an freien Barmitteln gelingen./men/nas/mis

(AWP)