Besonders stark betroffen war der Kanton Solothurn. Das Gewitter habe den Kanton ziemlich heftig heimgesucht, sagte eine Sprecherin der Solothurner Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Vormittag seien weit über 200 Schadensmeldungen eingegangen. Über Verletzte habe man aber noch keine Hinweise. Die Kantonspolizei sei noch dabei, sich einen Überblick zu verschaffen und werde am Nachmittag detaillierter informieren, hiess es weiter.

Auf Social Media-Kanälen veröffentlichten Userinnen und User Fotos von Hagelkörnern in Golfballgrösse. Weiter finden sich Hinweise auf einen auf die Seite gekippten Lastwagen auf der A1 von Bern in Richtung Zürich.

Die Kantonspolizei Aargau bestätigte auf Anfrage, dass im Autobahnbereich Birrfeld/Birrhard ein Lastwagen auf einen Lieferwagen gekippt sei. Verletzte habe es keine gegeben. In derselben Region seien auch vier Strommasten umgekippt, einer davon auf ein Haus. Und in Aarau seien Teile des Dachs einer Turnhalle abgedeckt worden.

Strom- und Bahnunterbrüche

Die AEW Energie AG informierte am Freitagmorgen über Stromunterbrüche als Folge des Unwetters. Betroffen waren und sind gemäss Mitteilung verschiedene Gemeinden im Umfeld des Aargauer Fricktals.

Wegen des Unwetters kam es auch zu Unterbrüchen im Bahnbetrieb. So auf der Strecke von Biel nach Olten, die derzeit nicht befahrbar ist, wie die SBB mitteilten. Der Unterbruch werde bis zirka 14.00 Uhr andauern, hiess es. Von Unwetterschäden betroffen war auch die Linie R55 bei Nyon VD.

Am späteren Vormittag zog die Gewitterfront in Richtung Osten, namentlich nach Zürich und Schaffhausen weiter, wie dem Portal des Bundesamtes für Meteorologie (Meteoschweiz) zu entnehmen war. Als Unwetter-Gefahrenzone ausgewiesen war des Weiteren das Gebiet Murten-Kerzers FR.

(AWP)