«Ein Streik wäre für niemanden gut. Nicht für unsere Gäste, nicht für unsere Pilotinnen und Piloten und auch nicht für die vielen anderen Mitarbeitenden», sagte Fehlinger. Man wolle deshalb eine Lösung am Verhandlungstisch finden. «Wir sind offen für eine externe Moderation oder Mediation, wenn uns das einer gemeinsamen Lösung näherbringt.»
Piloten sollen wieder mehr fliegen
Der bisherige Gesamtarbeitsvertrag läuft Ende Jahr aus. Die Piloten fordern laut Fehlinger vor allem eine bessere Planbarkeit ihrer Freizeit. Dafür habe die Swiss der Gewerkschaft bereits ein Angebot mit konkreten Verbesserungen unterbreitet. Im Gegenzug benötige die Airline aber mehr Flexibilität, um in einem zunehmend volatilen Umfeld bestehen zu können.
Derzeit beschäftige die Swiss etwa gleich viele Piloten wie vor der Corona-Pandemie, diese flögen allerdings weniger. «Das müssen wir ändern», so der Swiss-CEO. Er verwies zudem auf Deutschland als warnendes Beispiel dafür, was geschehe, wenn notwendige Veränderungen blockiert würden.
Iran-Krieg belastet die Bilanz
Auch bei den Kosten steht die Swiss unter Druck. Bereits vor dem Iran-Krieg habe die Airline ein Sparziel von 10 Prozent eingeleitet. Zudem soll die Zahl der administrativen Stellen um rund 10 Prozent sinken. Entlassungen seien dafür nicht geplant. Das Ziel solle mit freiwilligen Massnahmen und natürlicher Fluktuation erreicht werden.
Der hohe Ölpreis belaste die Bilanz seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten erheblich, sagte Fehlinger weiter. Versorgungsprobleme beim Kerosin gebe es aber nicht. Die Swiss habe derzeit Planungssicherheit bis ins kommende Jahr hinein.
jl
(AWP)
