Neu rechnet Swiss Life Asset Managers für 2026 mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,9 Prozent, nach bislang 1,3 Prozent. Damit liegt die Erwartung nun klar über dem Konsens von 1,1 Prozent, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturausblick hervorgeht.
Für 2027 wurde die Prognose ebenfalls leicht auf 1,4 von 1,3 Prozent erhöht. Der Konsens liegt hier bei 1,3 Prozent.
Stärkstes Wachstum seit 2021
Grund für die kräftige Anhebung ist die starke Entwicklung der Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal. Das Sportevent-bereinigte BIP wuchs laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) um 1,5 Prozent. Damit verzeichnete die Schweizer Wirtschaft das stärkste Quartalswachstum seit dem dritten Quartal 2021. Im ersten Quartal hatte das Wachstum 0,5 Prozent betragen.
Den grössten Wachstumsimpuls lieferte die chemisch-pharmazeutische Industrie. Ihre Wertschöpfung nahm um 10,5 Prozent zu. Gleichzeitig war das Wachstum aber breit abgestützt. So legte auch der Dienstleistungssektor zu, und die inländische Endnachfrage wuchs nach einem schwachen Jahresauftakt wieder um 0,5 Prozent.
Die Warenexporte erhöhten sich um 5,5 Prozent. Der private Konsum wuchs um 0,3 Prozent, während sowohl die Bau- als auch die Ausrüstungsinvestitionen zulegten. Die Binnenkonjunktur werde laut Swiss Life Asset Managers zudem weiterhin von der expansiven Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gestützt.
Kein anhaltend hohes Wachstum erwartet
Trotz der kräftigen Entwicklung sehen die Ökonomen von Swiss Life Asset Managers keine Überhitzungsgefahr. Das Wachstumstempo aus dem zweiten Quartal dürfte sich nicht fortsetzen. Gleichzeitig seien bislang keine Zweitrundeneffekte der höheren Energiepreise bei Produzenten oder Konsumenten erkennbar.
Auch für die Inflation bleiben die Ökonomen entsprechend zurückhaltend. Für 2026 erwartet Swiss Life Asset Managers unverändert eine Teuerungsrate von 0,4 Prozent und für 2027 eine von 0,8 Prozent.
jl/cg
(AWP)
