Air Baltic führt im sogenannten Wet-Lease Flüge für die Lufthansa-Tochter Swiss durch. Dabei stellt die lettische Gesellschaft Flugzeuge samt Besatzung zur Verfügung. Laut Air Baltic werden der laufende Betrieb und die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern durch das Verfahren nicht beeinträchtigt.
Auch für Passagiere ändere sich zunächst nichts. Flüge sollen wie geplant stattfinden, bereits gebuchte Tickets bleiben gültig und neue Buchungen sind weiterhin möglich.
Zur Finanzierung während der Sanierung hat sich Air Baltic Zusagen über 350 Millionen Euro gesichert. Das Geld stammt unter anderem von den Grossbanken Barclays, Morgan Stanley und Oaktree und soll die nötige Liquidität für den laufenden Betrieb sicherstellen.
Chapter 11 ist ein US-Insolvenzverfahren, das Unternehmen eine Sanierung ermöglicht, ohne den Geschäftsbetrieb einstellen zu müssen. Auch Fluggesellschaften wie SAS, United Airlines und Delta haben dieses Instrument bereits genutzt. Air Baltic rechnet mit einem Abschluss des Verfahrens bis etwa Juni 2027.
to/cg
(AWP)
