Bis 2030 sollen die Mieterträge auf über 530 Millionen Franken steigen, wie aus den Unterlagen zum Kapitalmarkttag vom Montag in Zürich hervorgeht. Die Gebührenerträge im Asset Management sollen derweil mehr als 130 Millionen Franken erreichen und die verwalteten Vermögen (AuM) auf über 23 Milliarden Franken wachsen.
2025 lagen die Mieteinnahmen bei 456,8 Millionen Franken und die Gebührenerträge aus dem Asset Management bei 83,6 Millionen. Die AuM beliefen sich auf 14,3 Milliarden Franken.
Guidance angehoben
Zudem soll der operative Mittelzufluss (FFO I) je Aktie bis 2030 gegenüber der Prognose für 2026 um mindestens 15 Prozent steigen. Die Leerstandsquote soll auf rund 3 Prozent sinken und die Belehnungsquote unter 39 Prozent bleiben.
Für das laufende Jahr erhöht SPS derweil die Prognose für den FFO I je Aktie auf 4,30 bis 4,35 Franken von bisher 4,25 bis 4,30 Franken. Zudem rechnet der Konzern neu mit einer Leerstandsquote von rund 3,5 Prozent und einem Wachstum der verwalteten Vermögen um 1,2 Milliarden Franken. Bisher waren weniger als 3,7 Prozent beziehungsweise ein Zuwachs von 1,0 Milliarden Franken erwartet worden.
SPS-Chef Marcel Kucher zeigte sich an der Veranstaltung zuversichtlich, dass der FFO I je Aktie im mittleren bis oberen Bereich der neuen Prognosespanne liegen werde. Voraussetzung sei, dass sich das Geschäft im vierten Quartal ähnlich gut entwickle wie im dritten.
Investitionen in bestehende Immobilien
Um die Mieteinnahmen zu steigern, setzt SPS zudem auf die Sanierung und Weiterentwicklung bestehender Immobilien. Laufende Bauprojekte sollen künftig zusätzliche jährliche Mieterträge von netto rund 35 Millionen Franken bringen. Dazu zählen insbesondere der Umbau des ehemaligen Warenhauses Jelmoli in Zürich und die Entwicklung des YOND Campus in Zürich-Albisrieden.
Daneben will der Konzern weiterhin kleinere oder weniger rentable Immobilien verkaufen und die Mittel in attraktivere Objekte investieren. Für die kommenden Jahre rechnet SPS mit jährlichen Investitionen von rund 200 Millionen Franken.
Vollständige Übernahme von FlexOffice
Ausserdem hat SPS die vollständige Übernahme des Büroflächenanbieters FlexOffice angekündigt, bisher hielt PS lediglich 33 Prozent. FlexOffice bietet an elf Standorten in Zürich, Genf, Basel und Bern möblierte und bezugsfertige Büros mit ergänzenden Dienstleistungen an.
Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Für 2027 erwartet SPS einen Umsatz von rund 20 Millionen Franken und einen zusätzlichen Beitrag zum Konzernumsatz von rund 10 Millionen. Bis 2030 soll sich dieser Beitrag verdoppeln.
Hinter der Übernahme steht laut Kucher eine strukturell steigende Nachfrage nach sogenannten Managed Offices. Insbesondere grössere Unternehmen wollten zunehmend bezugsfertige Büros, ohne sich selbst um Infrastruktur und Betrieb kümmern zu müssen. Entsprechend verspreche das Geschäft höhere Erträge als die klassische Bürovermietung.
Ausbau in Deutschland geplant
Wachsen will SPS auch im Asset Management, insbesondere durch zusätzliche Gelder von Pensionskassen und neue Verwaltungsmandate. Dabei soll der Anteil wiederkehrender Gebührenerträge bis 2030 auf rund 70 Prozent steigen.
Daneben sieht der Konzern Wachstumschancen in Deutschland. Die dortige Plattform sei bereits profitabel, aber noch vergleichsweise klein. Um für grössere institutionelle Investoren als Partner infrage zu kommen, müsse sie möglicherweise auf die doppelte bis dreifache Grösse wachsen, erklärte Kucher. Dabei schliesst SPS auch kleinere Übernahmen nicht aus.
yz/cf
(AWP)
