Um 9.35 gewinnen die Aktien von Swiss Re 0,6 Prozent auf 157,05 Franken und markierten bei 157,75 Franken zwischenzeitlich auch ein neues Jahreshoch. Sie knüpfen damit an den Aufwärtstrend seit Juni an. Damals notierten sie noch im Jahrestief auf rund 114 Franken. Auch auf Jahressicht haben die Papiere damit fast 20 Prozent an Wert gewonnen.

Der Konzerngewinn des Rückversicherers ist mit 4,2 Milliarden Dollar am oberen Ende der allerdings grossen Bandbreite der Analystenschätzungen ausgefallen. Dazu trug nicht zuletzt auch ein starkes Ergebnis in der Leben-Rückversicherung (L&H Re) bei, mit dem Swiss Re sämtliche Erwartungen übertreffen konnte.

Der Rückversicherer habe allerdings weiterhin vor allem von einem sehr milden Schadenumfeld wegen nur wenigen Naturkatastrophen profitiert, heisst es in einem Kommentar der Analysten von Jefferies: Das sei ein industrieweiter Trend, der sich auch bereits bei der jüngsten Mitteilung des Konkurrenten Munich Re gezeigt habe. Auch die ZKB betont die geringe Grossschadenlast.

Die Analysten der UBS heben trotz der guten Zahlen die «künftigen Herausforderungen» hervor. Diese lägen vor allem im Preisrückgang, der das Wachstum begrenze. So ist der Preisdruck in der Schaden-Rückversicherung (P&C Re) laut den Analysten von Vontobel nicht mehr zu bestreiten. Es gebe auch keine Zeichen für eine Änderung dieses Trends.

Für die Analysten rückt nun der Investorentag Anfang Dezember in den Fokus. Dort werde das Management wohl auch die Ziele für 2027 bekannt geben. Dann erwarten die Analysten von RBC auch die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms, denn das bestehende sei schon zu rund 95 Prozent erfüllt worden.

cg/rw

(AWP)