Die Eigentümer der Schweizer Nuklearanlagen hätten die gesetzlich vorgeschriebene Aktualisierung der in ihrer Verantwortung liegenden Kosten für Stilllegung und Entsorgung abgeschlossen. Swissnuclear hat im Auftrag der Eigentümer und gemeinsam mit den beteiligten Organisationen eine Kostenstudie erstellt und bei der Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds eingereicht.

Die veranschlagten Gesamtkosten setzen sich gemäss Communiqé aus 19,5 Milliarden Franken für die Entsorgung und 4,1 Milliarden für die Stilllegung zusammen. Für die Stilllegung und die geologische Tiefenlagerung von nuklearen Abfällen sei zusätzlich ein genereller Sicherheitszuschlag mit eingerechnet.

Swissnuclear sieht die Finanzierung der Kosten auf Kurs. Rund 8,2 Milliarden Franken würden auf direkte und bereits bezahlte Kosten entfallen. Weitere rund 10 Milliarden Franken befänden sich per Ende 2025 in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds, die weit über den massgebenden Sollwerten liegen würden.

In die Stilllegungskosten seien die praktischen Erfahrungen aus dem Rückbau des Atomkraftwerks Mühleberg sowie Erkenntnisse aus der Stilllegungsplanung und Anlagencharakterisierung des Atomkraftwerks Beznau eingeflossen, heisst es. Bei der Entsorgung berücksichtige die Kostenstudie den aktuellen Planungsstand für das geologische Tiefenlager sowie die Brennelementverpackungsanlage.

(AWP)