Der Interimspräsident betonte, Syrien habe die Rechtsstaatlichkeit gefestigt. Jeder Versuch, die syrische Souveränität oder das Völkerrecht zu verletzen, werde gestoppt. Die Golanhöhen würden syrisches Territorium bleiben, sagte er. Er forderte erneut einen Abzug der israelischen Truppen.

Lage zwischen Israel und Syrien weiter angespannt

Die Lage zwischen Israel und Syrien bleibt weiter angespannt. Seit dem Sturz von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad Ende 2024 hat Israel seine Einsätze im Süden Syriens ausgeweitet, Truppen in die UN-Pufferzone verlegt und immer wieder auch Ziele auf syrischem Gebiet angegriffen.

Die beiden Länder befinden sich weiterhin offiziell im Kriegszustand. Die von Israel 1967 besetzten und 1981 annektierten Golanhöhen sind ein zentraler Streitpunkt. Die Annexion wird international nicht anerkannt. Damaskus hat das israelische Vorgehen immer wieder als Verletzung seiner Souveränität verurteilt und beharrt darauf, dass die Golanhöhen syrisches Hoheitsgebiet sind. Israel begründet sein Vorgehen mit militärischen Bedrohungen an seiner Grenze.

Zuletzt hatte es Bemühungen um ein Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Syrien gegeben. Dabei geht es zunächst nicht um einen Friedensvertrag oder eine Normalisierung der Beziehungen, sondern um eine begrenzte Sicherheitsregelung, die eine Eskalationen verhindern soll. Die Bemühungen sollen jedoch ins Stocken geraten sein./arj/DP/nas

(AWP)