In den ersten Wochen wird laut dem neuen Programmleiter Maxence Giebel täglich eine einstündige Sendung produziert, die je zur Hälfte auf Deutsch und Französisch ausgestrahlt wird. Zunächst gehe es darum, dem Publikum «die Zukunft von TB2 vorzustellen», sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Das Programm bestehe aus einem fünf- bis sechsminütigen Nachrichtenblock und der Vorstellung des neuen Projekts. Gemäss Giebel sollen auch beliebte Formate des Vorgängersenders integriert werden. Das Angebot, das zur Bieler Gassmann-Gruppe gehört, solle sich aber schrittweise weiterentwickeln und umfangreicher werden.
Weniger Geld, weniger Regeln
Die Neuausrichtung wurde nötig, weil Telebielingue seine Sendekonzession an das Konkurrenzprojekt Canal B verlor. Damit entfielen auch die Bundessubventionen von jährlich 3,7 Millionen Franken, der Sender musste seinen Betrieb Ende Juni nach 27 Jahren einstellen. Der neue Konzessionsinhaber sendet seit dem 1. Juli.
Ohne Konzession ist der Bieler Sender nicht mehr an die Vorgaben des Bundesamtes für Kommunikation gebunden. «Wir sind freier, Themen zu wählen und sie zu vertiefen», so Giebel. TB2 wolle neben der Information auch Alltagsgeschichten erzählen und Themen tiefgründiger behandeln. Dafür zählt TB2 laut Giebel auf 16 Mitarbeitende. Zuvor hatte Telebielingue 50 Angestellte beschäftigt.
(AWP)
