Der Frischwasserverbrauch sank demnach von 2,16 Kubikmetern pro Model Y auf 1,51 Kubikmeter. Der Branchendurchschnitt liegt laut Tesla unter Berufung auf den Europäischen Automobilverband (2023) bei 2,84 Kubikmeter pro Fahrzeug. Der Autobauer recycelte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr das komplette Abwasser aus dem Produktionsprozess vor Ort. Umweltschützer und Anwohner haben Bedenken, weil ein Teil der Fabrik in einem Wasserschutzgebiet liegt. Tesla weist dies zurück.
Wasserverbrauch «entscheidend» für Nachhaltigkeit
Der Frischwasserverbrauch sei «ein entscheidender Faktor für die Nachhaltigkeit», erklärte das Unternehmen und verweist selbst darauf, «dass Brandenburg zu den trockensten Regionen Deutschlands gehört». Das Wasser stammt aus dem Netz des regionalen Versorgers Wasserverband Strausberg-Erkner. Die Abwassermenge ging von 352.808 Kubikmetern 2024 auf 204.880 Kubikmeter im vergangenen Jahr zurück.
Tesla wurde in seiner Fabrik in Brandenburg 2025 mit dem europäischen Umweltsiegel EMAS ausgezeichnet und verpflichtet sich damit zu weiteren Umweltzielen. «Diese Erklärung dient sowohl als Rückblick als auch als Versprechen», schreibt Werksleiter André Thierig in dem zweiten Bericht. «Bereits im ersten Jahr der Implementierung des EMAS-Umweltmanagement-Systems konnten wir nahezu alle selbst gesteckten Umweltziele erreichen oder sogar deutlich übertreffen.»
Ziel: Trotz Ausbau kein höherer Verbrauch pro Fahrzeug
Tesla will seine Produktion schrittweise um ein Fünftel auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche steigern. Dafür sollen 2.000 Beschäftigte neu eingestellt werden. Hinzu kommt ein Ausbau der Batteriezellfertigung mit 1.500 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Das Ziel sei, den Wasserverbrauch pro Fahrzeug trotz des geplanten Ausbaus der Produktion auf jetziger Höhe zu halten, teilte Tesla mit. Der gesamte absolute Wasserverbrauch könne durch eine höhere Nutzung im Sanitärbereich wegen zusätzlicher Mitarbeiter aber steigen.
Weniger Treibhausgase
Die installierte Solarleistung nahm mit dem Ausbau der Kapazität der Photovoltaikanlage auf den Dächern laut Tesla im Jahr 2025 von 10 auf 15,86 Megawattpeak zu, das ist die maximale Leistung unter idealen Bedingungen.
Die Treibhausgasemissionen gingen von 39.667 Tonnen CO2-Äquivalent (eine Messeinheit verschiedener Treibhausgase, nicht nur Kohlendioxid) im Jahr 2024 um rund ein Viertel auf 30.371 im vergangenen Jahr zurück. Der grösste Ausstoss geht auf Erdgas zurück.
Ein Umweltziel nicht erreicht
Eines von mehreren selbst gesteckten Umweltzielen erreichte Tesla im vergangenen Jahr nicht: Die Steigerung des Anteils lokaler Lieferanten von 87 auf 92 Prozent habe vor allem aufgrund geopolitischer Herausforderungen nicht verwirklicht werden können.
Die Gigafactory Berlin-Brandenburg ist die einzige Autofabrik von Firmenchef Elon Musk in Europa. Sie öffnete im Jahr 2022. Dort arbeiten laut Unternehmen knapp 11.000 Beschäftigte./vr/DP/jha
(AWP)
