Der Industriekonzern übernimmt für umgerechnet rund 495 Millionen Dollar einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. ABB erhält zudem die vollständige Kontrolle über die zugehörigen Vertriebsaktivitäten ausserhalb Japans.

Mit dem Schritt will ABB seine schwache Position in Japan ausbauen und den Zugang zu Wachstumsmärkten in Asien-Pazifik stärken. Das neue Unternehmen bündelt ABBs Technologie und Vertriebsnetz mit dem Japan-Geschäft von Mitsubishi Electric.

Die Sparte von Mitsubishi Electric beschäftigt rund 2800 Mitarbeitende. Sie produziert unter anderem Niederspannungs-Leistungsschalter, Schalter, Motorstarter, Schütze, Steuergeräte, Mess- und Überwachungstechnik sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme. Die Fertigung sitzt in Fukuyama in Japan und Hanoi in Vietnam.

Im Geschäftsjahr 2025 bis Ende März 2026 erzielte die Einheit einen Umsatz von rund 640 Millionen Dollar bei einer niedrigen zweistelligen EBITDA-Marge. Der Unternehmenswert der kombinierten Geschäfte liegt bei rund 890 Millionen Dollar.

Der Abschluss ist für die zweite Hälfte 2027 geplant. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und üblicher Abschlussbedingungen. ABB hat zudem eine Option, das Gemeinschaftsunternehmen mittelfristig vollständig zu übernehmen.

(AWP)