Ajatollah Ali Chamenei - Iran lehnt direkte Gespräche mit USA strikt ab

Der Iran hat abermals direkte Einzelgespräche mit den USA kategorisch abgelehnt. Offizielle Vertreter des Iran werden niemals und auf keiner Ebene mit amerikanischen Vertretern reden.
17.09.2019 11:21
Der Iran-Konflikt erhält durch den Angriff auf die saudische Erdöl-Raffinerie zusätzliche Brisanz.
Der Iran-Konflikt erhält durch den Angriff auf die saudische Erdöl-Raffinerie zusätzliche Brisanz.
Bild: Bloomberg

Das sagte das geistliche und politische Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens am Dienstag. Sollten die USA jedoch zum internationalen Atomabkommen von 2015 zurückkehren, könnten sie sich "multilateralen Gesprächen zwischen dem Iran und den anderen Vertragsparteien anschließen".

Trump hat ein Treffen mit Irans Präsident Hassan Ruhani auf der anstehenden UN-Vollversammlung nicht ausgeschlossen. Seit Beginn seiner Präsidentschaft verfolgt er einen harten Kurs gegen den Iran. Vergangenes Jahr kündigte er das Atomabkommen, das unter anderem auch von Deutschland unterzeichnet wurde, einseitig auf und führte schrittweise wieder Sanktionen gegen den Iran ein. Im Gegenzug fuhr der Iran nach und nach Verpflichtungen aus der Vereinbarung zurück, die damit auf der Kippe steht. Chamenei sagte, die US-Politik "des maximalen Drucks" werde scheitern.

Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind zusätzlich wegen der Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien angespannt. Die USA vermuten, dass der Iran hinter den Angriffen steckt. Die Islamische Republik weist dies zurück. 

(Reuters)