Die Aktie des Generikaherstellers Sandoz startet am Mittwochmorgen den Handel um 0,4 Prozent auf 77,44 Franken. Im Verlauf des Morgens drehten die Papiere allerdings ins Minus und verlieren 0,3 Prozent. Am Dienstag schloss die Aktie auf 76,58 Franken und erreichte somit ein Allzeithoch.
Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von über 33 Prozent, in den vergangenen 12 Monaten zog sie knapp 61 Prozent an. Die Titel sind über beide Zeiträume Leader im Swiss Market Index (SMI), vor Givaudan und ABB. Ein direkter Vergleich wäre hier jedoch nicht korrekt, da SIX die Aktie von Sandoz erst im September in den SMI aufgenommen hat.
Zuletzt erhöhte die Bank Oddo das Kursziel für den Generikahersteller klar auf 75 von zuvor 62 Franken. Beim Rating bleiben die Analysten bei «Neutral».
Am Investorentag Anfang September – vor dem Einzug in den SMI – bestätigte das Unternehmen die bisherigen Ziele bis 2028. Bis 2030 strebt die frühere Novartis-Tochter nun ein mittleres bis hohes einstelliges jährliches Umsatzwachstum an, bei einer Ebitda-Marge von 25 bis 27 Prozent.
Unter dem Programm «Bio100» will Sandoz bis 2040 mehr als 100 Biosimilars im Portfolio haben. Derzeit bietet der Hersteller 13 solche an. Biosimilars und Generika sind kostengünstigere Nachahmermedikamente, die denselben Wirkstoff enthalten wie die Originale. Bis 2035 will das Pharmaunternehmen den Nettoumsatz gegenüber 2025 durch dieses Programm mehr als verdoppeln. Zudem gab Sandoz ein neues Grossprojekt bekannt: Das Schweizer Unternehmen investiert rund 300 Millionen US-Dollar in eine neue Produktionsanlage für Biosimilars in Slowenien.
Seit dem Einzug in den SMI vor rund einem Monat änderten bereits andere Finanzhäuser die Kursziele für Sandoz: Goldman Sachs ging von 80 auf 85 Franken mit dem Rating «Buy», Morgan Stanley erhöhte von 55 auf 60 Franken mit «Underweight» und Kepler Cheuvreux erhöhte von 80 auf 90 Franken. Die Kursziele liegen laut AWP-Analyser zwischen 60 und 94 Franken mit einem Durchschnitt von 77,13 Franken.
Der Fokus dürfte nun auf dem 28. Oktober liegen, dann präsentiert der Generikahersteller seine Quartalszahlen.

