Immerhin bleibt aber per Saldo zum dritten Mal in Folge ein insgesamt positiver Unterton. Der UBS-CFA-Indikator sank im September gegenüber dem Vormonat um 9,5 auf +26, Punkte, wie die Ökonomen der UBS am Mittwoch mitteilten. Nach der starken Erholung im Juli ist dies trotz des Rückgangs immerhin bereits der dritte Monat in Folge im positiven Bereich seit dem Ausbruch des Nahost-Konflikts.
Somit erwarten weiterhin mehr Analysten eine Verbesserung der Schweizer Konjunktur in den kommenden Quartalen als eine Verschlechterung. Die Grossbank erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, jeden Monat zusammen mit der CFA Society Switzerland.
Positiv falle derzeit insbesondere das Urteil zur aktuellen Situation der Schweizer Konjunktur aus. Rund 22 Prozent der Analysten würden die hiesige Konjunktur als gut beurteilen, was dem höchsten Wert seit 2024 entspreche.
Weniger zuversichtlich zeigen sich die Umfrageteilnehmer hingegen hinsichtlich der Entwicklung in der Eurozone und in den USA. Knapp die Hälfte erwartet eine Verschlechterung der Lage in der Eurozone und gar mehr als die Hälfte dasselbe Szenario für die USA.
Steigende Inflation erwartet
Die Frage nach der Inflation wird dabei von den Finanzanalysten neu beurteilt. Die Hälfte geht von einer Zunahme der Teuerung in der Schweiz aus und gar 70 Prozent von einem Anstieg in der Eurozone und in den USA. Dies sind laut Mitteilung deutlich mehr als noch bei der Befragung im August.
Entsprechend haben sich auch die Erwartungen für die kurzfristigen Zinsen angepasst. Einen Anstieg dieser Zinsen in der Schweiz erwartet ein Drittel der Analysten, im August war es noch keiner. Für die Eurozone und die USA prognostizieren 80 Prozent der Teilnehmer höhere Zinsen am kurzen Ende. In der Folge wurden auch die Annahmen für die langfristigen Zinsen nach oben revidiert.
Wachstumsaussichten auf die längere Sicht verbessern sich
Optimistischer sind die Analysten hinsichtlich der längerfristigen Entwicklung des BIP-Wachstums in der Schweiz wie auch für die langfristigen Inflationsprognosen geworden. Darauf zielten die wechselnden Spezial-Fragen der CFA Society Switzerland ab.
So seien die Erwartungen für die Inflation in drei Jahren fest im Zielbereich der Schweizerischen Nationalbank zwischen 0 und 2 Prozent verankert. Beim Wachstum wird langfristig mit einem Plus des BIP von 1,5 Prozent gerechnet, bei der Umfrage im Juni waren es noch 1,3 Prozent.
Die Umfrage wurde zwischen dem 17. und dem 24. September durchgeführt, wobei sich 78 Experten beteiligten.
(AWP)

