Angeschlagener Industriekonzern - Atomkraftwerk-Besitzer kommen Toshiba bei Schulden entgegen

Toshiba aus Japan kann Reuters-Informationen zufolge auf Erleichterung bei den Schulden seiner insolventen Kraftwerks-Tochter Westinghouse hoffen.
15.05.2017 06:54
Ein Toshiba-Werk in Houston, USA.
Ein Toshiba-Werk in Houston, USA.
Bild: Bloomberg

Die Besitzer des Voglte-Atomkraftwerks in Georgia unter der Führung des Energiekonzerns Southern hätten sich darauf verständigt, die Verbindlichkeiten bei rund 3,6 Milliarden Dollar zu deckeln, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Sonntag.

Zudem bekomme Toshiba mindestens drei Jahre Zeit für die Rückzahlung. Allerdings sei die Vereinbarung noch nicht endgültig. Die Einigung hänge noch von den Eigentümern einer noch nicht fertiggestellten Anlage von Scana in South Carolina ab. Auch dort müsse man sich auf dieselben Konditionen verständigen. Westinghouse baut die Atomkraftwerke für die US-Versorger.

Toshiba und Westinghouse wollten sich zu den Informationen nicht äussern. Bei den zwei Atomkraftwerken sind die Kosten drastisch gestiegen. Toshiba schrieb Milliarden ab. Um an Geld zu kommen, hat der Konzern seine Chipsparte zum Verkauf gestellt. Toshiba hatte Ende März die kriselnde Tochter Westinghouse in Insolvenz geschickt, um damit seine eigene Zukunft zu sichern.

(AWP)