Anlagen - Jeder fünfte Schweizer handelt mit Wertschriften

Ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz hat schon einmal Wertpapiere gehandelt, wie eine Umfrage zeigt. Es gibt klare Unterschiede zwischen der Art der Wertpapiere, beim Alter der Trader oder bei Gebühren.
19.02.2019 09:56
Der Handel mit Aktien geht meistens online über die Bühne.
Der Handel mit Aktien geht meistens online über die Bühne.
Bild: pixabay.com

Rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 74 Jahren hat schon einmal Wertpapiere oder andere Trading-Produkte (zum Beispiel via Online-Broker) gekauft. Das ist das Resultat einer Online-Umfrage von moneyland.ch unter 1500 Schweizerinnen und Schweizern in der Deutsch- und Westschweiz

Am häufigsten werden dabei Schweizer Aktien gehandelt, das tun 54 Prozent der Trader. Am zweitpopulärsten sind europäische Aktien (34 Prozent), gefolgt von Anlagefonds (26 Prozent), US-Aktien (21 Prozent), Schweizer Obligationen (17 Prozent), Bitcoin (15 Prozent), ETF (13 Prozent), strukturierten Produkte (12 Prozent), Forex (Devisen: 11 Prozent), ausländischen Obligationen (9 Prozent), anderen Kryptowährungen als Bitcoin (9 Prozent), Optionen (7 Prozent) und Differenzkontrakte (3 Prozent). 

Je älter der Trader, desto eher werden Aktien gekauft. So haben 28 Prozent der 18- bis 25-jährigen, 50 Prozent der 26- bis 49-jährigen und gar 67 Prozent der 50- bis 74-jährigen Trader schon mindestens einmal Schweizer Aktien gekauft. Kryptowährungen sind dagegen bei Jungen eher beliebt.

Der Handel von Wertschriften ist bei Männern deutlich beliebter als bei Frauen. 29 Prozent der erwachsenen Männer im Alter zwischen 18 und 74 Jahren haben schon einmal ein Wertpapier oder ein anderes Trading-Produkt gekauft, bei Frauen sind es 11 Prozent. Und je vermögender ein Trader ist, desto häufiger handelt er: Nur 8 Prozent der Personen mit einem Vermögen bis 20'000 Franken haben schon einmal ein Wertpapier oder ein anderes Anlageprodukt gekauft. Bei Leuten mit einem Vermögen von 1 Million Franken und mehr sind es 68 Prozent. 

Das Handeln von Wetschriften ist nicht gratis, bei den Brokern oder Banken haben Trader Kommissionsgebühren zu zahlen. "Es gibt je nach Bank und Broker riesige Gebührenunterschiede im Trading", schreibt Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch, in der Mitteilung. Ein Gebührenvergleich lohne sich deshalb, bevor man sich für eine Trading-Plattform entscheide (hier geht es zu einem Gebührenvergleich der Schweizer Online-Trading-Anbieter).

(cash)