Anlagen - UBS-Studie: Die Superreichen rüsten sich für den Abschwung

Im Geschäft mit superreichen Familien steuern die grossen Vermögensverwalter einer Studie zufolge auf schwierige Zeiten zu.
24.09.2019 11:51
Superreiche setzen verstärkt auf alternative Anlageklassen wie Immobilien.
Superreiche setzen verstärkt auf alternative Anlageklassen wie Immobilien.
Bild: Pixabay

Die Mehrheit der Familien mit einer eigenen Anlageberatung erwartet im kommenden Jahr einen Abschwung an den Finanzmärkten und bereitet sich entsprechend darauf vor.

Dies ist einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der UBS und der Beratungsfirma Campden zu entnehmen. Sie haben im ersten Halbjahr die Investmentberater von 360 besonders wohlhabenden Familien mit einem durchschnittlichen verwalteten Vermögen von 917 Millionen Dollar befragt: Um sich für die erwarteten Turbulenzen zu wappnen, erhöhen 42 Prozent der sogenannten Family Offices ihre Barreserven, während 22 Prozent ihre Verschuldung reduzieren.

Die Banken selbst dürfte das nicht freuen, denn sie verdienen daran, wenn die Kunden Kredite aufnehmen und ihr Geld investieren. Doch wenn diese ihr Vermögen verstärkt in bar halten, kostet das den Instituten in Zeiten von Negativzinsen sogar Geld.

Auch das geopolitische Umfeld dürfte sich nach Einschätzung der Anlageberater nicht aufhellen: 91 Prozent erwarten, dass die Spannungen zwischen China und den USA im kommenden Jahr grosse wirtschaftliche Auswirkungen haben werden.

Bereits in den zwölf Monaten vor der Umfrage hätten die Superreichen mit ihren Investments in Aktien weniger verdient als erwartet und seien daher verstärkt auf alternative Anlageklassen wie Immobilien oder nicht börsennotierte Firmen (Private Equity) ausgewichen.

(AWP)