Das KI-Unternehmen Anthropic will fünf Prozent seiner Aktien in einen neuen Gemeinwohl-Fonds einbringen. Die Beteiligung ‌könne ⁠mit steigender Unternehmensbewertung noch wachsen, teilte der US-Konzern am Sonntag ⁠mit. Der Entwickler von Künstlicher Intelligenz (KI) mit seinem KI-Assistenten «Claude» plant derzeit ‌einen der grössten Börsengänge der Geschichte ‌als «Public Benefit Corporation». Diese US-Rechtsform ​verpflichtet das Management, neben der Gewinnerzielung für Investoren auch breitere gesellschaftliche Interessen zu berücksichtigen. Anthropic positioniert sich selbst als Vorreiter beim Thema Sicherheit und hat wiederholt auf Risiken ‌seiner KI-Modelle hingewiesen. So warnte Anthropic davor, die Technologie könnte «selbsterhaltende Verhaltensweisen» entwickeln.

Der jetzt angekündigte «Anthropic Public Benefit Fund» soll unter anderem ​Spenden an gemeinnützige Organisationen, direkte Zahlungen an ​bestimmte Bevölkerungsgruppen sowie Massnahmen zur Abfederung ​der KI-Auswirkungen auf Arbeitnehmer unterstützen. Die Mittel des Fonds dürften ‌weder im In- noch im Ausland für Lobbyarbeit oder politische Spenden verwendet werden, hiess es. Zusammen mit dem neuen ​Fonds ​seien damit rund 20 ⁠Prozent der Anthropic-Aktien für öffentliche Zwecke ​vorgesehen. Der Fonds soll ⁠als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet werden. Für jeden Wertzuwachs von ‌50 Prozent über einem noch nicht genannten Basiswert könne der Verwaltungsrat dem Fonds weitere zwei ‌Prozent der Anthropic-Aktien zuteilen. Voraussetzung für das ​Vorhaben sei aber die Zustimmung der Aktionäre.

(Reuters)