Assekuranz - Sachversicherungsparte schiebt die Allianz an

Der Versicherungskonzern Allianz hat dank kräftiger Zuwächse in der Sachversicherungssparte im ersten Quartal besser abgeschnitten als von Analysten erwartet.
14.05.2019 07:57
Niederlassung von Allianz in Manhattan, New York.
Niederlassung von Allianz in Manhattan, New York.
Bild: cash

Die Allianz sieht sich dank kräftiger Zuwächse in der Sachversicherungssparte auf Kurs. Das operative Ergebnis stieg im ersten Quartal um 7,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro, wie Deutschlands grösster Versicherungskonzern am Dienstag in München mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten ihr im Schnitt nur knapp 2,9 Milliarden zugetraut.

Den Umsatz, also die Summe aus Beitragseinnahmen und Fondsgebühren, steigerte die Allianz von Januar bis März um neun Prozent auf 40,3 Milliarden Euro. Ohne Zukäufe und Währungseffekte wären es 7,5 Prozent gewesen. "Allianz hat sehr gute Ergebnisse im ersten Quartal erzielt und ist auf einem guten Weg, die Jahresziele für 2019 zu erreichen", erklärte Vorstandschef Oliver Bäte.

Der Versicherer strebt für das laufende Jahr ein operatives Ergebnis von elf bis zwölf (2018: 11,5) Milliarden Euro an. Die Experten erwarten einen Gewinn nahe dem oberen Ende der Spanne. Der Nettogewinn lag im ersten Quartal mit 2,0 Milliarden Euro nur leicht über Vorjahr, weil niedrigere Kapitalerträge ausserhalb des Kerngeschäfts und höhere Steuern die operativen Zuwächse auffrassen.

Frisches Kapital bei Pimco

Am stärksten kam die Allianz in der Schaden- und Unfall-Sparte voran. Ein Prämienwachstum von sechs Prozent, geringere Schäden aus Naturkatastrophen und eine verbesserte Kostenquote resultierten in einem operativen Gewinnzuwachs von 14 Prozent. "Es zeigt, dass wir global gut aufgestellt sind" sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Mit fast 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet die Allianz knapp die Hälfte des Gewinns in der Sach-Sparte.

Die Lebensversicherung steht trotz eines deutlich grösseren Neugeschäfts unter Druck. Die Allianz habe aber die sinkenden Margen aus Kapitalanlagen durch höhere Gebühren und Verwaltungskostenzuschläge infolge des steigenden Anlagevolumens wettgemacht. Das operative Ergebnis der Sparte verbesserte sich leicht auf 1,1 Milliarden Euro.

Die Vermögensverwaltungs-Töchter Pimco und Allianz Global Investors zogen zwischen Januar und März fast 18 Milliarden Euro frisches Kapital an. Insgesamt verwaltet die Allianz damit 2,1 Billionen Euro, so viel wie noch nie. "Dies ist ein gutes Vorzeichen für eine starke Ertragsentwicklung", so Terzariol. Im ersten Quartal bröckelte das operative Ergebnis der Sparte aber um vier Prozent auf 573 Millionen Euro, unter anderem weil Pimco im Vorgriff auf die geplante Expansion mehr Personal einstellte. 

(Reuters)

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