Die Namenaktien des Schokoladenherstellers Lindt&Sprüngli fielen am Dienstag so tief wie seit März 2021 nicht mehr. Der Titel beendete den Börsenhandel bei 86'000 Franken. Am Mittwoch zur Eröffnung notieren die Aktien wieder höher bei 88'400 Franken (+1,7 Prozent).
Die UBS senkte das Kursziel am Mittwoch zwar auf 125'000 von 130'000 Franken, der zuständige Analyst bleibt aber weiter bei der Einstufung «Buy». Er sieht 2026 für den Goldhasen-Hersteller als Übergangsjahr, senkt darum die Wachstumserwartungen und nennt verschiedene Gründe für diese Entwicklung.
Gestiegene Kakaopreise belasteten in jüngster Zeit das Absatzvolumen des Schokoladenherstellers. Als Folge vergraulte dies die Konsumenten, da sie für eine Tafel Schokolade tiefer in die Tasche greifen mussten. Die hohen Temperaturen im Sommer seien ebenfalls ein Grund für die gedämpfte Nachfrage nach Schokolade. Lindt&Sprüngli führte ein Effizienz- und Sparprogramm ein.
Fürs kommende Jahr zeigt sich der Experte hingegen zuversichtlich und erwartet eine deutliche Erholung der Volumen und ein zweistelliges EBIT-Wachstum. Innerhalb der Branche sieht er die Aktie langfristig weiterhin als Gewinner und hält die Wertpapiere im historischen Vergleich als attraktiv bewertet.
Mit dem Kursziel von 125'000 Franken liegt der UBS-Analyst am oberen Ende der Analysten-Schätzungen. Das durchschnittliche Kursziel der bei Bloomberg erfassten Analysten liegt bei rund 105'000 Franken.
(cash)
