Auch wenn über eine Zinsanhebung gesprochen worden sei, so sei allerdings letztlich einstimmig entschieden ‌worden, den Leitzins ​bei 2,50 Prozent beizubehalten, so Lagarde. Man sei in einer «guten Position» um stillzuhalten. Eine gemässigte Herangehensweise erscheine dem EZB-Rat zum gegenwärtigen Zeitpunkt angemessen. Man ‌wolle auf zusätzliche Informationen warten, sagte Lagarde - etwa mit Blick auf Prognosen der EZB-Ökonomen und ​Daten zum Bruttoinlandsprodukt und zur Industrie.

Der ​EZB-Rat hatte im ​Begleittext zum Zinsbeschluss vor anhaltender Inflationsgefahr gewarnt: «Das grössere ‌Ausmass und die längere Dauer des Energieschocks sowie die Auswirkungen auf indirekte Effekte und Zweitrundeneffekte ​dürften ​die Inflation in die ⁠Höhe treiben und das ​Wachstum schmälern.» An ⁠den Finanzmärkten wird für Dezember mit ‌einer Zinserhöhung gerechnet. Es wäre der dritte Zinsschritt nach den Anhebungen im Juni ‌und September.

(Reuters)