«Wir werden kompaktere Organisationen ⁠brauchen, schnellere Prozesse und schnellere Entscheidungen», sagte der Manager der «Augsburger ‌Allgemeinen» (Mittwochausgabe). Mit Sparen allein lasse sich ‌die Zukunft nicht ​gestalten, betonte Döllner dem Vorabbericht zufolge. «Wir erleben eine grundlegende Disruption unserer Industrie», fügte er hinzu. Audi befinde sich in einer Phase, in der die Effizienz ‌deutlich gesteigert und zugleich das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden müsse.

Mit Blick auf das Audi-Werk in Neckarsulm betonte ​Döllner, eine Schliessung sei nicht beschlossen, obwohl ​es für die Zeit nach ​2034 noch keine Nachbelegung gebe. Der Auftrag sei, ‌für das Werk eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur zu erreichen. Dies werde nur durch strukturelle Massnahmen funktionieren. Es müsse jedoch ​auch ​am Standort Ingolstadt «substanziell» ⁠an den Kosten gearbeitet werden. Als ​einen Grund für ⁠den Druck nannte Döllner den Gegenwind aus China. ‌Der dortige Gesamtmarkt für Autos kühle sich deutlich ab. Zudem wendeten sich die ‌Kunden wegen der stark gestiegenen Benzinpreise ​vom Verbrennergeschäft ab und bevorzugten Elektrofahrzeuge.

(Reuters)