Zudem richtet sich die Aufmerksamkeit auf mögliche Impulse durch anstehende Zulassungsentscheide und eine allfällige Anpassung der Jahresprognose. Roche wird am Donnerstag, 22. Oktober, die Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2026 publizieren. Insgesamt haben elf Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
9M 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens 9M 2025 Umsatz Gruppe 46'117 45'862 Umsatz Pharma 35'863 35'555 Umsatz Diagnostics 10'259 10'307 Q3 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens Q3 2025 Umsatz Gruppe 15'758 14'918 Umsatz Pharma 12'239 11'570 - Ocrevus 1'835 1'684 - Hemlibra 1'211 1'105 - Vabysmo 1'109 996 - Tecentriq 930 883 - Perjeta 649 703 - Phesgo 720 630 - Xolair 913 781 Umsatz Diagnostics 3'524 3'348
Welche Themen stehen im Fokus?
Bahnbrechende Studiendaten sind von Roche im weiteren Jahresverlauf nicht mehr zu erwarten. Zudem hatte der Konzern bei seinem erst kürzlich abgehaltenen Kapitalmarkttag einen tiefen Einblick in die Pipeline-Projekte und die wichtigsten anstehenden Pläne gegeben.
Wichtig für Investoren wird vor allem sein, wie sich einzelne Medikamente wie etwa das MS-Mittel Ocrevus oder das Augenmittel Vabysmo entwickelt haben. Immerhin gelten sie mit als die wichtigsten Wachstumstreiber und sollen die durch Biosimilar wegfallenden Einnahmen mehr als ausgleichen.
Vor allem aber warten Investoren und Analysten gespannt auf die anstehenden Entscheidungen der US-Zulassungsbehörde FDA zum Brustkrebsmittel Giredestrant. Ende November und Mitte Dezember wird die Behörde dann ihre Entscheidung über die Zulassungsanträge von Roche bekanntgeben.
Gibt es sonst noch Baustellen?
In den Fokus der Anleger dürfte zudem die Diagnostik-Sparte rücken. In den vergangenen Quartalen standen vor allem die Einnahmen in China wegen einer Preisreform unter massivem Druck. Die Umsätze dort brachen zum Teil zweistellig ein.
Welche Ziele strebt das Management an?
Für das Gesamtjahr bestätigte der Pharmariese bei der Vorlage der Halbjahreszahlen den Ausblick. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.
Was erwarten die Experten?
Einige Analysten trauen Roche mit der Vorlage der Umsatzzahlen zum dritten Quartal eine Guidanca-Anpassung zu. Der Pharmakonzern lege traditionell zu den ungeraden Quartalen zwar keine Gewinnzahlen vor, der zuständige Analyst der Bank of America aber schreibt, eine Margenausweitung oder aber vorteilhaftere Steuerrate könnte einen solchen Schritt durchaus begünstigen.
Wie entwickelt sich der Aktienkurs?
Mit einem Plus von rund 16 Prozent im bisherigen Jahresverlauf gehören die Titel von Roche zu den Favoriten unter den Blue Chips. Der Leitindex SMI hat im selben Zeitraum einen Anstieg um etwa 8 Prozent verzeichnet. Bereits im vergangenen Jahr entwickelten sich die Papiere überdurchschnittlich.
(AWP)

