Mehrere grosse ausländische Banken haben einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an einer Fusion oder einem anderweitigen Zusammengehen mit der UBS bekundet. Mindestens acht Geldhäuser hätten entsprechende Signale an die Schweizer Grossbank gesendet, berichtete die Zeitung «Blick» am Sonntag unter Berufung auf einen Insider.
Eine Stellungnahme der UBS lag zunächst nicht vor. Bereits am Freitag hatte das Nachrichtenportal «Semafor» unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, das UBS-Management diskutiere erneut über Möglichkeiten, die Abhängigkeit von der Schweizer Regulierung zu verringern. Dazu gehöre auch ein mögliches Zusammengehen mit einer ausländischen Bank.
Hintergrund der Debatte sind strengere Kapitalvorschriften in der Schweiz. Der Ständerat hatte am Mittwoch für schärfere Regeln gestimmt, die nach Schätzungen der UBS zusätzliches Kapital in Höhe von rund 18 Milliarden Dollar erfordern könnten. UBS-Verwaltungsratschef Colm Kelleher hatte im Vorfeld der Abstimmung gewarnt, die Bank könnte ihren Standort in der Schweiz überdenken, falls die Vorgaben zu streng ausfielen. Finanzministerin Karin Keller-Sutter bezeichnete einen Wegzug am Wochenende jedoch als unwahrscheinlich. Ein solcher Schritt wäre teurer als die neuen Kapitalvorschriften und zudem juristisch kompliziert, erklärte sie.
(Reuters)

