Neben der Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel verlangt der Verband eine wirtschaftsfreundlichere Verkehrspolitik und einen stärkeren Ausbau der Strasseninfrastruktur. Die Forderungen stellte der Verband anlässlich seiner ausserordentlichen Generalversammlung am Donnerstag. Die Schweizer Automobilwirtschaft stehe vor grossen wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen, teilte der Verband am Freitag mit.

Mittelfristig fordert die Organisation, dass die Mineralölsteuer bei der Berechnung der Mehrwertsteuer für Treibstoffe nicht mehr berücksichtigt wird. Damit solle die Kaufkraft der Bevölkerung gestärkt werden. Ausserdem fordert Auto Schweiz weniger strenge CO2-Vorschriften und eine wirtschaftsfreundlichere Ausgestaltung der ab 2030 geplanten neuen CO2-Gesetzgebung.

Kritik übt der Verband auch an der Infrastrukturplanung des Bundesrats. Diese vernachlässige die Strasse und setze einseitig auf die Schiene. Das werde der Nachfrage nach Strasseninfrastruktur nicht gerecht und verursache durch zunehmende Staus volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe.

An der Generalversammlung nahm der Branchenverband vier neue Mitglieder auf: Xpeng, Chery, iCaur und Geely. Damit vertritt der Verband neu 41 Mitglieder mit insgesamt 63 Fahrzeugmarken. Zudem wurde Sylvia Neubauer, Geschäftsführerin der BMW Schweiz, in den Vorstand gewählt.

(AWP)