Der Autozulieferer hat im ersten Halbjahr 2026 insbesondere mit einer höheren operativen Leistung als von Analysten erwartet überrascht. Ausserdem wurde die Prognose für die Ebit-Marge und den freien Cashflow erhöht. Autoneum gewinnen im frühen Handel um 7,8 Prozent auf 125,20 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) tendiert derweil 0,33 Prozent im Plus. Im bisherigen Jahresverlauf hatten die Papiere von Autoneum allerdings rund 31 Prozent eingebüsst (Stand: Dienstagabend), belastet durch die negative Stimmung in der Autoindustrie, insbesondere in Europa.
«Autoneum hält sich in einem schwierigen Marktumfeld gut und die disziplinierte Akquisitionsstrategie bewährt sich», heisst es bei der ZKB in einem ersten Kommentar. Marktanteilsgewinne durch den finanziellen Spielraum des Unternehmens und der angespannten Situation bei schwachen Wettbewerbern seien bisher noch nicht in den Schätzungen eingerechnet worden.
Auch Vontobel verweist auf das flache organische Wachstum von Autoneum im ersten Halbjahr bei einem rückläufigen globalen Automarkt und nennt das Halbjahresergebnis «überzeugend». Vor allem das Geschäft in Europa und SAMEA habe organisch zugelegt, während Nordamerika und Asien angesichts schwächerer Markttrends schrumpften. Der Fokus des Managements bleibe in diesem Umfeld die Steigerung der Margen durch Effizienzmassnahmen anstatt das «Jagen von Volumen».
Auch der erhöhte Ausblick wird von den Experten gut aufgegriffen. Die erhöhte Prognose lasse moderate Aufwärtskorrekturen der bisherigen Schätzungen erwarten, schreiben die Experten der UBS. Zudem habe der Aktienkurs nach der bisher schwachen Jahresentwicklung ein gewisses Aufholpotenzial.
(AWP)

