Bei der Axa Schweiz, dem grössten Motorfahrzeugversicherer hierzulande, kostete die Reparatur eines Kollisionsschadens im vergangenen Jahr durchschnittlich 3450 Franken. Das sind 24 Prozent mehr als 2019.

Damals lagen die Kosten noch bei 2790 Franken, wie die Axa am Dienstag mitteilte. Obwohl die Häufigkeit der Schäden weitgehend konstant geblieben sei, seien die Gesamtkosten deutlich gestiegen. Allein für Kollisionsschäden zahlte die Axa 2025 mehr als 220 Millionen Franken.

Hauptgrund für die Zunahme sind laut Axa die zahlreichen Sensoren und Kameras in modernen Autos. Diese machten Reparaturen aufwendiger. Zudem müssten Fahrassistenzsysteme nach einem Austausch häufig neu eingestellt werden. Hinzu komme die allgemeine Teuerung bei Ersatzteilen und Reparaturen.

Besonders stark verteuerten sich Scheinwerfer. Ihr Ersatz kostete zuletzt durchschnittlich über 1400 Franken, verglichen mit rund 900 Franken im Jahr 2019. Bei Windschutzscheiben stiegen die Kosten im gleichen Zeitraum um 30 Prozent auf 870 Franken.

Die Axa rät Autofahrern deshalb, beschädigte Teile möglichst reparieren statt ersetzen zu lassen. So koste die Reparatur einer Windschutzscheibe rund 300 Franken und damit deutlich weniger als ein Austausch. Auch geprüfte Ersatzteile unabhängiger Hersteller könnten Kosten sparen, ohne Abstriche bei Sicherheit und Qualität zu machen, hiess es vom Versicherer.

(AWP)