Bank - Ethos beharrt auf Sonderprüfung bei Credit Suisse

Der Aktionärsvertreter Ethos empfiehlt den Aktionären der Credit Suisse, an der kommenden Generalversammlung gegen die Entlastung des Managements zu stimmen, auch wenn der Greensill-Fall ausgeklammert wird.
04.04.2022 15:21
Niederlassung der Credit Suisse an der Piazza del Duomo in Mailand.
Niederlassung der Credit Suisse an der Piazza del Duomo in Mailand.
Bild: cash.ch

Die Grossbank hatte vergangene Woche die Traktanden für ihre Generalversammlung vom 29. April veröffentlicht. Die Bank will unter anderem dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 die Entlastung erteilen lassen. Ausgeklammert sind aber Themen mit Bezug auf den Fall "Greensill".

Ethos beharrt auf Sonderprüfung

Ethos hält an der Forderung nach einer Sonderprüfung von unabhängiger Seite zu "Greensill" und "Suisse Secrets" fest, wie Direktor Vincent Kaufmann am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. Das hatten Aktionäre um die Ethos Stiftung der anstehenden GV bereits beantragt. Der CS-Verwaltungsrat lehnt eine solche jedoch ab und veröffentlichte stattdessen am Montag Antworten auf von Ethos gestellte Fragen.

Ganz unzufrieden ist Ethos allerdings nicht: "Es handelt sich um ein erstes Element der Transparenz", sagte Kaufmann. Aber die Antworten seien "unzureichend" und vor allem nicht von einem unabhängigen Dritten überprüft worden.

Ethos-Direktor Vincent Kaufmann erklärte bereits im cash-Interview im Februar, ohne mehr Offenheit zu Greensill werde es schwierig, den Verwaltungsrat von Credit Suisse an der GV zu entlasten.  Zum Interview geht es hier. 

(AWP)