Banken - Credit Suisse kappt Profit-Ziele - Aktie sinkt

Die Credit Suisse dürfte ihr Gewinnziel im laufenden Jahr verfehlen. An den Dividendenplänen macht die Bank jedoch keine Abstriche.
11.12.2019 07:37
Tidjane Thiam, CEO Credit Suisse Group.
Tidjane Thiam, CEO Credit Suisse Group.
Bild: cash

Die zweitgrösste Schweizer Bank stellte für 2019 nun noch eine Eigenkapitalrendite von gut acht Prozent in Aussicht, wie Credit Suisse am Mittwoch vor Beginn ihres Investorentages mitteilte. Vor zwei Jahren hatte sich das Institut für 2019 eine Eigenkapitalrendite von zehn bis elf Prozent vorgenommen.

Auch das Ziel für das kommende Jahre schraubte die Bank zurück. Neu peilt Credit Suisse 2020 einen Wert von rund zehn Prozent statt wie bisher von elf bis zwölf Prozent an.

Im vorbörslichen Handel sinkt die Aktie der Credit Suisse 1,3 Prozent.

Die Bank will ihre Produktivität durch Kostendisziplin weiter steigern. "Wir haben in unser Geschäft investiert und weitere Gelegenheiten zur Ertragssteigerung gesucht, gleichzeitig aber unsere Kostendisziplin beibehalten und dadurch während der Restrukturierung und im Jahr 2019 eine anhaltend positive operative Effizienz erzielt", heisst es in der Mitteilung. Diszipliniertes Kostenmanagement und bankweit zusätzliche Effizienzen blieben weiterhin im Fokus.

Kapitalrückführung bestätigt

Derweil bestätigte die Bank ihre Pläne zur Kapitalrückführung. 2019 und 2020 sollen die Investoren nach wie vor jeweils mindestens 50 Prozent des Reingewinns erhalten. Im laufenden Jahr sollen daher Aktien im Wert von mindestens 1 Milliarde bis zu 1,5 Milliarden zurückgekauft werden. Im neuen Jahr ist ein Rückkauf in ähnlichem Umfang vorgesehen.

Zudem soll die Dividende jährlich um mindestens 5 Prozent ansteigen. Für 2019 würde sich damit eine Dividende von mindestens 0,2756 Franken ergeben - nach einer Ausschüttung von 0,2625 Franken je Aktie für 2018.

Mit Blick auf das laufende Geschäft heisst es zudem, im bisherigen Verlauf des vierten Quartals habe sich der Geschäftsverlauf gegenüber Vorjahr verbessert. Das Weihnachtsquartal fällt wegen der Feiertage üblicherweise schwächer aus. Auch belasten die CS die anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Nach Divisionen betrachtet halte in der Schweizer Einheit der mit dem Negativzinsumfeld verbundene Druck an. Dieser dürfte sich den Erwartungen zufolge 2020 jedoch erheblich abschwächen. In der Zwischenzeit seien etwa Möglichkeiten identifiziert worden, diesen Druck durch Immobilienverkäufe zu mindern. Mindestens ein Immobilienverkauf werde voraussichtlich noch im vierten Quartal abgeschlossen.

APAC und Global Markets entwickelten sich bisher derweil "deutlich besser" als im für diese Bereiche besonders anspruchsvollen vierten Quartal 2018. Bei IBCM rechnet die CS für 2019 allerdings insgesamt mit einem Verlust.

(Reuters/AWP/cash)

 

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