Banken - Julius-Bär-CEO: Asien ist für uns zum zweiten Heimmarkt geworden

Die Privatbankengruppe Julius Bär will in Asien vor allem mit reichen Kunden mehr Geschäft machen.
29.05.2020 21:36
Philipp Rickenbacher, CEO der Bank Julius Bär.
Philipp Rickenbacher, CEO der Bank Julius Bär.
Bild: ZVG

"Asien ist für uns zum zweiten Heimmarkt geworden. Dort wollen wir nun stärker in die Tiefe", sagte CEO Philipp Rickenbacher in einem Interview mit "Finanz und Wirtschaft".

Zum Beispiel fokussiere man auf Kunden mit Assets über 50 Millionen Franken. Diese Zielgruppe mache heute schon 150 Milliarden der Assetbasis aus. "Für sie wollen wir an Relevanz gewinnen und sie noch umfassender betreuen. Vom Zinsdifferenz- und vom Anlagegeschäft allein lebt man heute nicht mehr", sagte der Bär-Chef.

In Bezug auf das aktuell wegen der Corona-Pandemie schwierigen Umfeldes meint er: "Mit unserem Geschäftsmodell sind wir in der Lage, Krisen durchzustehen. Wir können trotz ökonomisch widrigen Umständen operieren, sind gut kapitalisiert und generieren stetig Kapital. Das gibt uns die nötige Solidität, um auch längere Durststrecken zu überstehen."

Derweil sind Akquisitionen offenbar weiter ein Thema: "Wir schauen uns weiterhin nach potenziellen Zielen um." Jedoch nur im Einklang mit der Strategie und da, wo man bereits eine kritische Masse habe. Natürlich seien dabei auch Qualität und Preis entscheidend. "Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden Jahren Opportunitäten sehen werden", sagte Rickenbacher.

(AWP)