Auch das Angebot für lokale und regionale Märkte soll erweitert werden, wie das ivorische Handels- und Industrieministerium nach einem Treffen mit Konzernchef Hein Schumacher mitteilte. Schumacher hatte Handelsminister Kalil Konaté am Dienstag getroffen.
Laut der Mitteilung bezeichnete Schumacher die Elfenbeinküste als zentral für ein Wachstumsprogramm über die kommenden zehn Jahre. Angaben zur Investitionssumme rund um den Ausbau enthält die Mitteilung nicht.
Die Elfenbeinküste ist das weltweit grösste Kakaoanbauland. Es liefert gut ein Drittel der globalen Ernte.
Wichtiges Land
Für Barry Callebaut ist das westafrikanische Land ebenfalls eine wichtige Rohstoffquelle und ein bedeutender Verarbeitungsstandort mit Werken in Abidjan und San Pedro. Zusammen mit Dienstleistern sind dort laut der Regierung rund 3000 Personen für die Aktivitäten des Konzerns tätig.
Die zwei Industrieanlagen haben eine Kakaoverarbeitungskapazität von rund 230'000 Tonnen. Der Konzern kauft laut dem Ministerium 210'000 Tonnen Kakaobohnen von 250'000 Kleinbauern ein.
Bei dem Treffen zwischen Schumacher und Konaté ging es auch um Schwierigkeiten im Kakaogeschäft. Genannt wurden eine erwartete geringere Ernte, Krankheiten auf den Plantagen, Engpässe in den Häfen und Probleme bei der Energieversorgung. Die Regierung will die lokale Verarbeitung von Kakao fördern und damit mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land schaffen.
(AWP)

