«Wir haben unsere Kosten gesenkt, die Investitionsausgaben reduziert und die Auslastung unserer Anlagen erhöht», sagte Unternehmenschef Markus Kamieth bei Vorlage der endgültigen Zahlen zum zweiten Quartal am Mittwoch in Ludwigshafen. Im ersten Halbjahr 2026 habe BASF mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen.
Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 habe das Unternehmen weltweit rund 7'000 Stellen abgebaut. Darin seien Personalrückgänge infolge von Devestitionen sowie der Personalaufbau am Verbundstandort in Zhanjiang nicht enthalten. Zudem ging die Zahl der Vollzeitstellen (FTE) bei BASF SE in Ludwigshafen im Mai erstmals seit dem Jahr 1954 auf unter 30'000 zurück. Vor zwei Wochen hatte BASF bereits vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und das Gewinnziel erhöht. Diese bestätigte das Unternehmen nun.
BASF startet weiteren Teil des angekündigten Aktienrückkaufs
BASF will ab August weitere eigene Aktien zurückkaufen. Das neue Programm habe ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro, teilte der im Dax notierte Konzern am Mittwoch in Ludwigshafen mit. Der Rückkauf eigener Aktien soll bis Ende April 2027 abgeschlossen werden. Es sei Teil des im September 2024 angekündigten Aktienrückkaufs in Höhe von insgesamt vier Milliarden Euro bis Ende 2028. Die zurückgekauften Aktien möchte das Unternehmen einziehen. Damit soll das Grundkapital entsprechend herabgesetzt werden.
BASF hatte im September 2024 angekündigt, von 2025 bis 2028 insgesamt 12 Milliarden Euro an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen auszuschütten. Konkret beabsichtigt BASF, jährlich eine Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie oder rund 2 Milliarden Euro pro Jahr zu zahlen. Insgesamt sollen in den vier Jahren rund 8 Milliarden Euro als Dividenden ausgeschüttet und mindestens 4 Milliarden Euro den Rückkauf von eigenen Anteilen gesteckt werden.
Im Zeitraum von November 2025 bis Juni 2026 seien davon bereits Aktien im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft worden.
(AWP)

