BASF-Chef Markus Kamieth hat nach der Erklärung seines Konzerns, in Sondierungen ‌mit ⁠dem Konkurrenten Evonik zu stehen, das Interesse ⁠des Chemieriesen an Übernahmen bekräftigt. Er sehe die Branche ‌vor einer grossen Welle an ‌Übernahmen und Fusionen. «Als Marktführer ​wollen wir unsere Chancen dabei nutzen», sagte der BASF-Chef am Mittwoch auf einer Veranstaltung von «Handelsblatt» und «WirtschaftsWoche» in Berlin.

BASF und der ‌Essener Spezialchemiekonzern Evonik hatten im September Sondierungsgespräche bestätigt. Evonik hatte Insidern zufolge aber ein erstes Übernahmeangebot des ​grösseren Rivalen abgewiesen. «Eine Kombination von BASF ​und einem anderen starken Spieler ​aus der Spezialchemie ergibt sehr viel Sinn», ‌sagte Kamieth nun. BASF könne in einer solchen Verbindung auch ihre Stärke in der Basischemie einbringen.

BASF ​habe ​rund 22,15 Euro ⁠je Evonik-Aktie geboten, hatten die ​Insider weiter gesagt. ⁠BASF hatte sich zu dem Preis ‌nicht äussern wollen. Der Konzern hatte jedoch mitgeteilt, eine mögliche Übernahme würde die ‌eigenen Kerngeschäfte stärken und ergänzen.

(Reuters)