Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August um 5,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag zu seiner vierteljährlichen Auswertung mitteilte. Ein grösseres Plus gab es zuletzt im Sommer 2023 mit 6,3 Prozent. Im Mai hatte der Anstieg noch 5,0 Prozent betragen. Von Mai auf August zogen die Baupreise um 1,0 Prozent an. Alle Preisangaben beziehen sich auf Leistungen am Bauwerk samt Mehrwertsteuer.
In Deutschland werden deutlich weniger Wohnungen gebaut, als dies vor allem in Grossstädten nötig wäre. Stetig gestiegene Baukosten in den vergangenen Jahren gelten dabei als eines der Haupthemmnisse. Zudem zogen die Bauzinsen an, was für Zurückhaltung bei privaten Häuslebauern und bei grossen Investoren sorgt.
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im August binnen Jahresfrist um 5,4 Prozent. Den grössten Anteil am Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während sich Betonarbeiten um 4,3 Prozent verteuerten, erhöhten sich die Preise für Mauerarbeiten um 4,2 Prozent. Dachdeckungsarbeiten kosteten 7,6 Prozent mehr und Zimmer- sowie Holzbauarbeiten verteuerten sich um 7,2 Prozent. Die Preise für Erdarbeiten zogen um 6,1 Prozent an.
Ausbauarbeiten kosteten im Schnitt 5,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. In diesem Bereich erhöhten sich die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen. Gestiegen sind auch die Neubaupreise für Bürogebäude: Sie verteuerten sich im August um 5,7 Prozent, gewerbliche Betriebsgebäude um 5,5 Prozent. Im Strassenbau kletterten die Preise auf Jahressicht um 6,9 Prozent.
(Reuters)

