Der Sell-Side-Indikator der Bank of America für US-Aktien stieg im September von 56,4 auf 57,2 Prozent. Das ist der höchste Stand seit März 2022. Das Barometer liegt damit nur noch 0,3 Prozentpunkte von einem «Verkaufs»-Signal entfernt.

Der Indikator bildet die durchschnittlichen Empfehlungen der Wall-Street-Strategen zur Aktienallokation ab. Mit 57,2 Prozent liege das Barometer zwar noch im «neutralen» Bereich, befinde sich aber aktuell klare 5,9 Prozentpunkte von einem «Kauf»-Signal entfernt. Das schreiben die Strategen Victoria Roloff und Savita Subramanian der Bank of America in einer Mitteilung.

Für Anleger könnte diese Annäherung an die Verkaufsschwelle ein Warnsignal sein. Die Experten ordnen den aktuellen Wert historisch ein: Wenn sich der Indikator auf diesem Niveau oder höher befand, waren die Renditen der folgenden 12 Monate des S&P 500 in 36 Prozent der Fälle negativ, gegenüber 17 Prozent insgesamt seit 1985.

Trotz der zunehmenden Warnsignale stiegen die empfohlenen Aktienallokationen, «was darauf hindeutet, dass Vermögensverwalter angesichts des steigenden Zinsrisikos Aktien gegenüber Obligationen weiterhin bevorzugen», so die Strategen.

Der S&P-500-Index gab im September um 0,5 Prozent nach. Es war die schlechteste September-Performance seit 2023.

(Bloomberg/cash)

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