Geldgeber hätten sich mit zehn Milliarden Dollar ⁠an Blue Origin beteiligt, schrieb die «New York Times» am Mittwoch. ‌Damit komme der SpaceX-Rivale auf eine ‌Unternehmensbewertung von 130 Milliarden ​Dollar. Der Vermögensverwalter Coatue steuere vier Milliarden Dollar zur Finanzierungsrunde bei. Weitere zwei Milliarden kämen von Firmengründer Bezos. Blue Origin war für eine Stellungnahme zunächst ‌nicht zu erreichen.

Das im Jahr 2000 gegründete Weltraumunternehmen musste vor wenigen Wochen einen schweren Rückschlag hinnehmen: ​Bei einem Test war die riesige «New Glenn»-Rakete ​am Boden explodiert und hatte ​die Startrampe schwer beschädigt. Die Reparaturen laufen, und noch ‌vor Jahresende sollen die Raketenstarts wieder aufgenommen werden. Blue Origin konkurriert mit SpaceX um den Bau einer ​Mondlandefähre ​für das «Artemis»-Programm der ⁠Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde will 2028 erstmals ​seit mehr als ⁠50 Jahren wieder Menschen auf den Mond fliegen. ‌Daneben baut Bezos mit «Amazon Leo» ein eigenes Netzwerk von Kommunikationssatelliten auf, um der SpaceX-Tochter ‌Starlink Marktanteile abzunehmen. 

(Reuters)