Die französische Grossbank BNP Paribas hat im dritten Quartal dank eines starken Investmentbankings mehr verdient ‌als ⁠erwartet und einen milliardenschweren Aktienrückkauf angekündigt. Der Nettogewinn sei ⁠um 14 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro gestiegen, teilte das nach ‌Bilanzsumme grösste Geldhaus der Euro-Zone ‌am Mittwoch mit. Damit übertraf ​die Bank die durchschnittliche Prognose von Analysten, die mit 3,23 Milliarden Euro gerechnet hatten. Im November will BNP Paribas eigene Papiere im Volumen von 1,3 Milliarden ‌Euro erwerben, nachdem das Institut sein Ziel für die harte Kernkapitalquote vorzeitig erreicht hatte.

Angetrieben wurde das Quartalsergebnis vor ​allem vom Aktienhandel, dessen Erträge um 50 ​Prozent kletterten. Damit liessen die ​Franzosen auch die fünf grössten US-Konkurrenten hinter sich, die in diesem ‌Bereich im Schnitt um 37 Prozent zulegten. Die Erträge von BNP Paribas kletterten auf 13,76 Milliarden Euro.

Sorgen von ​Investoren ​über mögliche Belastungen ⁠durch die zuletzt stark gestiegenen Renditen ​französischer Staatsanleihen trat das ⁠Institut entgegen. Das Engagement in diesem Bereich sei mit ‌rund 19 Milliarden Euro Ende September begrenzt gewesen. Frankreich habe im vergangenen Jahr zudem ‌weniger als zehn Prozent zum Vorsteuergewinn beigetragen.

(Reuters)